Gottes Gnade kommt zuvor

 

 

 

In Johannes 21 wird berichtet, wie nach Jesu Christi Auferstehung sieben Seiner Jünger wieder zur gewohnten Alltagsroutine zurückkehrten – dem Fischen. Doch trotz aller Mühe fingen sie in jener Nacht nichts.

Indem sie aber dann der Anweisung des Auferstandenen am Ufer folgten, das Netz auf der rechten Seite auszuwerfen, kam Er ihnen mit einem Wunder entgegen (großer Fang, V.6.11). Späterhin, als sie das gefüllte Netz an Land schleppten, fanden sie, dass der Herr bereits eine Mahlzeit vorbereitet hatte, ihnen mit einem Feuer sowie Fisch und Brot zuvorgekommen war (V.9).

Diese Begebenheit beleuchtet für uns einen wichtigen Aspekt von Gottes Wesen und Handeln. Psalm 59,11 stellt heraus: «Mein Gott kommt mir entgegen mit seiner Güte…» (ZB) bzw. «Mein gnädiger Gott wird mir zuvorkommen» (ELB). Und Jesaja 30,18 ergänzt, dass Gott in Seiner großen Freundlichkeit darauf wartet, gnädig zu sein.

Was bedeutet das für uns heute, in unserem Alltag? Für Gott sind wir nie aus dem Blickfeld oder außer Hörweite. Wenn wir an Wegpunkte mit Herausforderungen, Schwierigkeiten und Nöten gelangen, dann wartet dort schon Gottes Gnade auf uns, die ausreicht und sich gerade in Schwachheit vollendet (2. Kor 12,9, ZB). Gott möchte zu Zeiten besonderer Prüfung besondere Gnade schenken (vgl. 5. Mo 33,25, SLT).

Wer mit Gott wandelt, Jesus nachfolgt, trifft immer auf vorbereitete Verhältnisse: «Der Herr aber, er zieht vor dir einher; er wird mit dir sein und wird die Hand nicht von dir abziehen und dich nicht verlassen; fürchte dich nicht und sei unverzagt!» (5. Mo 31,8, ZB)

(© Günter Krallmann, 2024)