Das Leben – eine Last?

Wer wünscht sich nicht, beschwingt und ohne Lasten durchs Leben zu gehen? Doch für die meisten von uns bringt der Alltag Belastungen mit sich, die bewältigt werden müssen: Probleme in Beruf und Familie, Krankheit, Erschöpfung, Schmerz – von solchen Lebensumständen ist wohl niemand ausgenommen. Ja, jedes Leben ist auch eine Bürde.

Und dann fordert uns Jesus auf, Sein Joch auf uns zu nehmen: „Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir…“ – noch mehr Last?

Jesus fährt fort: „Denn das Joch, das ich auferlege, drückt nicht, und die Last, die ich zu tragen gebe, ist leicht“ (Matt. 11,29.30, NGÜ). Wir kennen diese Worte sicherlich gut, und doch ruft das Wort ‚Joch‘ eine emotionale Reaktion hervor. Wir sehen vor uns Tiere mit Joch, wie sie früher in der Landwirtschaft zum Ackerbau eingesetzt wurden und in vielen Ländern heute noch werden. Das suggeriert Schwerstarbeit.

Der schottische Biologe und Evangelist Henry Drummond (1851-1897) legte diese Verse so aus: „Christus spricht… ‚Schaue auf die Last aus Meiner Perspektive. Nimm das Leben so an, wie Ich es annehme, betrachte es aus Meinem Blickwinkel, interpretiere es nach Meinen Prinzipien.‘ Das Joch Christi ist schlicht Sein Geheimnis für die Erleichterung menschlichen Lebens und Sein Rezept für die beste und glücklichste Methode, es zu gestalten.“

Sollten wir Jesus nicht vertrauen, dass Sein Joch auf unsere Schultern zugeschnitten ist, dass es die Kräfteverteilung bei der Belastung ausgleicht und uns so Erleichterung verschafft?

Dann sagte Jesus: „Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken.“ (Matt. 11,28, NLB)

Ich bin dankbar, die Bürde des Lebens nicht allein schultern zu müssen!

(© Ulrike Krallmann, 2026)