Leid – Kapital in Gottes Hand?

Dazu erlebt man eigenen Leidensdruck: Wirtschaftliche Unsicherheit, Berufsstress, Krankheit, Einsamkeit und persönliche Verluste. Nicht umsonst nehmen die psychischen Erkrankungen in den letzten Jahren rapide zu.
Wie gehen wir mit unserem persönlichen Leiden um?
Der Arktis-Missionar John Sperry fand diese Antwort für sich: „Das Warum des Leids werden wir wahrscheinlich nie erkunden, … aber durchlebtes Leid kann auch Kapital in den Händen Gottes sein … Zum Beispiel, indem wir anderen Menschen in ihrem Leid zur Seite stehen. Indem wir dafür sorgen, dass unser Leid nicht ohne positive Konsequenzen bleibt.“1
Positive Konsequenzen unseres Leidens? Das fordert mich heraus. Bin ich bereit, mein Leiden anzunehmen, damit Gott daraus etwas Positives machen kann? Ist es möglich, mit der richtigen Einstellung zu meinem Leiden und im festen Vertrauen auf Gottes souveräne Hand auf meinem Leben erlebtes Leid in Segen für andere umgewandelt zu sehen? Bleibe ich selbst dabei nicht auf der Strecke?
Paulus gibt darauf eine klare Antwort in 2. Korinther 1, 3-7, ausgehend von seinem Leiden: „Werden wir aber bedrängt, so geschieht es euch zu Trost und Heil; werden wir getröstet, so geschieht es euch zum Trost, der sich wirksam erweist, wenn ihr mit Geduld dieselben Leiden ertragt, die auch wir leiden.“ (V.6)
Möge der Herr uns durch Seinen Geist helfen, mitten im Leiden diese Perspektive zu bewahren.
(© Ulrike Krallmann, 2026)
1 Nicola Vollkommer, Am Rande der gefrorenen Welt. Die Geschichte von John Sperry, Bischof der Arktis. ©2019 SCM Hänssler




