Was hast du da in deiner Hand?

Diese Frage stellte Gott Mose (2. Mose 4,2), als Er ihm den Auftrag gab, das Volk Israel aus Ägypten wegzuführen. Mose war Schafhirte für seinen Schwiegervater und hatte sein Arbeitsgerät, einen Hirtenstab, dabei.

Diese Frage stellt Gott auch noch heute, und zwar uns. So ist ab und an eine Bestandsaufnahme hilfreich, welche Ressourcen uns zur Verfügung stehen. In dem Zusammenhang denken wir vielleicht zuerst an unsere finanziellen Möglichkeiten, die gerade so den Lebensunterhalt abdecken. Doch gibt es da nicht noch so viel mehr? Wir haben Begabung, professionelles Können, Lebenserfahrung, und nicht zuletzt geistliche Einsichten, die wir auf unserem Lebensweg mit Gott haben sammeln dürfen.

Wenn Gott eine solche Frage stellt, verbindet Er damit eine Absicht. Moses Hirtenstab verwandelte Er in eine Schlange und zeigte ihm, dass der Auftrag, das Volk zu führen, nicht von seinen bescheidenen Mitteln und Fähigkeiten abhing, sondern von Gottes wunderwirkender Kraft. Wozu hat der Herr uns ausgerüstet mit den vielen Dingen, die wir in der Hand haben und zum Einsatz bringen können? Sind wir bereit, sie Ihm zu überlassen, damit Er daraus das Beste macht?

Mose begann gleich zu argumentieren und führte seine Unfähigkeit zu reden ins Feld. Der Autor John Maxwell beobachtete: „Nicht was sie sind, hält die meisten Menschen zurück, sondern das, was sie glauben nicht zu sein.“ Halten wir uns für zu unwichtig, zu wenig begabt, für unfähig, mit unseren Ressourcen einen Unterschied zu bewirken?

Die gute Nachricht ist: Das müssen wir auch gar nicht! Legen wir das Wenige, das wir anzubieten haben, in Gottes Hände. Er wird daraus machen, was zum Bau Seines Reiches und der Gemeinde wichtig ist.

(© Ulrike Krallmann, 2026)