TRÖSTEN:

IN BEGRÄNGNIS STÄRKEN

„Tröstet, tröstet mein Volk! spricht euer Gott.“ Diese Worte in Jesaja 40:1 (Z) beziehen sich auf ein Grundbedürfnis der damaligen wie auch der heutigen Zeit – Trost. Viele, wenn nicht gar die meisten Menschen, brauchen Trost: Sie haben jemanden nötig, der ihnen bei Schwachheit seelischen Halt gibt, sie bei Bedrängnis innerlich aufrichtet, sie im Leid durch Zuspruch stärkt.

Der Gott der Liebe, der Gnade, der Hoffnung und des Friedens ist auch „der Gott alles Trostes“ (2. Kor 1:3; Z). „Er tröstet, wie einen seine Mutter tröstet“ (Jes 66:13; Z). Darüber hinaus wird der Heilige Geist im Johannes-Evangelium gleich mehrfach als „der Tröster“ bezeichnet (14:26, 15:26, 16:7; LU).

Ein Vers, der mir besonders wertvoll geworden ist, findet sich in Psalm 94:19: „Bedrückt die Menge der Sorgen mein Herz, so erquickt dein Trost meine Seele“ (Z). Wie oft über die Jahre hat Gott verschiedene Schriftworte in meine Lebensumstände gesandt (vgl. Ps 107:20); wie oft konnte ich erleben, dass Sein ‚lebendiges und wirksames‘ Wort (vgl. Heb 4:12; Z) mir Trost gebracht hat!

Zudem ist beachtenswert, wo wir selbst von Gott getröstet werden, können wir andere trösten. Gott tröstet uns „bei aller unserer Bedrängnis, damit wir die, welche in allerlei Bedrängnis sind, trösten können durch den Trost, durch den wir selbst von Gott getröstet werden“ (2. Kor 1:4; Z).

Jonathan suchte seinen Freund David in der Wüste Siph auf und stärkte ihn, „indem er ihn auf Gott wies“ (1. Sam 23:16; Z). Und kam nicht zum Herrn Jesus in Gethsemane „ein Engel vom Himmel und stärkte ihn“ (Lk 22:43; Z)?

„Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden“ (Mt 5:4; LU).

(© Günter Krallmann, 2026)